VORBILDER

Anders als in Deutschland finanzieren sich Amerikas Spitzenuniversitäten weniger durch staatliche Unterstützung, sondern besonders durch ihre Stiftungen. So verfügt Harvard über ein Vermögen von 29 Milliarden US- Dollar, Yale über 18 Milliarden. Solche Summen kommen nicht nur durch hohe Spenden zustande, sondern besonders dadurch, dass die Wirtschaftswissenschaftler der Universitäten, wie David Swensen, das Stiftungsvermögen unter anderem gewinnbringend in Unternehmensbeteiligungen anlegen.

David Swensen steht, wie kein anderer, für die Anlagestrategie der US-Elite-Universitäten. Er ist seit mehr als zwei Jahrzehnten für das Management des Stiftungsvermögens von Yale verantwortlich und Vorbild für institutionelle Investoren und Privatanleger gleichermaßen.

2007 hat der Manager der Stiftung das Vermögen um 28 Prozent vermehrt. Selbst in den Krisenjahren 2001 und 2002 legte das Vermögen mehr als 10 Prozent zu.

Seit 21 Jahren arbeitet Swensen für Yale und seitdem beträgt die durchschnittliche Rendite über 16 Prozent, 2006 wurde sogar der Spitzenwert von 22,9 Prozent erreicht.